Dresdner Vogelschiss

Oder um es anders zu formulieren:

Die Luftangriffe auf Dresden waren zerstörerisch, aber einzigartig waren sie nicht. Auch etliche andere deutsche Städte wurden großflächig zerstört.
Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg begonnen, große Teile Europas verwüstet und Millionen Menschen getötet. Deutschland ist Täter, kein Opfer.

Zur Bombardierung Dresdens sagte der freie Historiker Moritz Hoffmann in einem Interview: „Dresden war durchaus eine kriegswichtige Stadt mit bedeutenden Verwaltungseinheiten. Es waren dort zudem, das wird oft vergessen, auch immer noch 12.000 Soldaten stationiert. Aber es ist eben, so schrecklich es auch war, ein normaler Kriegsakt gewesen […].“

#dd1302#dd1502

Namenslesung auf dem Heidefriedhof

Das geplante Vorlesen von Namen Dresdner Kriegsopfer auf dem Heidefriedhof, darunter NSDAP-Mitglieder, NS-Täter*innen und Unterstützer*innen des NS-Regimes, ist eine Schande für die Erinnerungskultur dieser Stadt.
Sie stellt die jährliche Namenslesung an der Kreuzkirche zur Erinnerung an die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Dresdner Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf die gleiche Stufe.
Vor allem im Hinblick auf den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz lehnen wir diese Art des Gedenkens auf dem Heidefriedhof ab. Deutsche Täter*innen sind keine Opfer!

#13Februar#dd1302

Umzugsbeihilfe erhalten!

Wir begrüßen die Rücküberweisung des Antrags zur Umzugsbeihilfe im Stadtrat zurück in den Ausschuss und fordern
– die Ausweitung auf Auszubildende, mindestens aber
– weiterhin die Bereitstellung der Gelder für Studierende,
– Rederecht für Vertreter*innen der Studierendenräte im Ausschuss
– die Bearbeitung von Anträgen bis zur Entscheidung des Stadtrats.
Die Gelder sollen weiterhin Menschen der Stadt in Ausbildung zu Gute kommen.

Gedenken am 27. Februar 2020 in Dresden

Gestern fand zum 75. Jahrestag der Befreiuung des Konzentrationslagers Auschwitz und dem Tag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus unsere gemeinsame Veranstaltung mit der URA Dresden statt. Über 150 Menschen folgten dem Aufruf. Gemeinsam hörten wir Redebeiträge, die den Opfern Namen und Biografien gaben und die die Notwendigkeit von antifaschistischem Engagement noch einmal deutlich unterstrichen. Musikalisch wurde das Gedenken vom Sopran-Saxophonist Detlef Hutschenreuter begleitet.

Im Anschluss wurde auf dem Vorplatz die Holocaust-Dokumentation „Night Will Fall“ gezeigt, welcher, trotz der Kälte, über 60 Personen folgten.

Vielen Dank an alle Beteiligten, die das ermöglicht haben!

Happy 13.12. !

Heute ist der 13.12. Also genau der richtige Tag, um über unseren Freund und Helfer zu sprechen. Denn es gibt leider viel Gesprächsbedarf. Wieso?

Weil Nazis, wenn sie sich auf ihren Demos vermummen, nicht etwa dafür belangt oder ihre Demos gestoppt werden, nein sie werden höflich gefragt was ihre Intention ist und dürfen weitermarschieren. Denn bei Nazis ist es für Cops scheinbar komplett verständlich, dass sie nicht fotografiert werden wollen und sich deswegen vermummen. (1)
Antifaschist*innen hingegen werden attackiert, Demo Züge werden gestoppt und nicht selten landen sie vor Gericht. Wir sagen das Vermummungsverbot muss aufgehoben werden, denn wenn Repressionen an der Tagesordnung stehen und es so weit geht, dass Todeslisten mit Antifaschist*innen geführt werden, ist die Vermummung oft die einzige Möglichkeit sich zu schützen.

Weil die Vergangenheit leider zeigt, dass viele Menschen ihre Machtposition bei der Polizei nutzen, um ihre toxische Männlichkeit auszuleben. Die Folge sind willkürliche und aggressive Übergriffe gegen alles und jede*n, bis hin zu Vergewaltigungen durch Polizisten im Dienst. (2)

Weil sich in der Polizei nicht nur reaktionäre Arschlöcher befinden, sondern auch stramme Faschos. Die nutzen dann Polizeidatenbanken für Informationen um Drohbriefe mit der Unterschrift „NSU 2.0“ zu verschicken (3), erstellen Todeslisten, entwenden riesige Mengen an Munition aus den Beständen des LKA um sich für einen „Tag X“ vorzubereiten oder bringen direkt Menschen, die sich nicht wehren können, im Polizeirevier um.

Natürlich ist es wichtig selber reflektiert zu bleiben, denn auch bei cops ist es Schwachsinn alle über einen Kamm zu scheren. Aber was auch klar ist, es muss eine gewaltige Veränderung geben, hier nur von Einzelfällen zu sprechen würde den Ausmaß der Problematiken nicht gerecht werden.
Deswegen muss klar sein: Gegen weiter Befugnisse für Cops, die weiteres unnötiges Gefahrenpotenzial mit sich bringen. Für klare und externe Aufklärung in der Polizei.

(1) https://taz.de/NPD-Demo-gegen-Journalisten/!5642809/
(2) https://taz.de/Haftbefehl-gegen-Polizisten/!5631114/
(3) https://taz.de/Drohungen-gegen-Seda-Baay-Yildiz/!5607827/

Transgender Day of Remembrance

Heute am Transgender Day of Remembrance erinnern wir uns an die vielen Menschen, die in den letzten Jahren Opfer trans*freindlicher Hass- und Gewalttaten wurden. Allein im letzten Jahr wurden weltweit 331 Trans* Personen erschossen, erstochen oder zu Tode geprügelt. Dabei sind das nur die registrierten Fälle – die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich noch viel höher. Wir wollen nicht vergessen und darauf aufmerksam machen, dass täglich Menschen diskriminiert werden und in Angst leben müssen, dass Menschen sterben aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität.
Wir werden weiter dafür streiten und kämpfen, dass alle Menschen ihre Persönlichkeit entfalten und frei leben können, ohne Gewalt und Diskrimierung erfahren zu müssen.

Anlass zur Initiierung des Transgender Day of Remembrance war der Mord an Rita Hester, einer POC – Transfrau, im November 1988. Die Tat ist bis heute ungeklärt, eine Berichterstattung fand nahezu gar nicht statt.