Zum Weltdrogentag: Recht auf Rausch!

Heute, zum #Weltdrogentag, veröffentlichen viele Organisationen wieder Pressemitteilungen und Statements, die eine rückschrittliche Drogenpolitik fordern. Wir halten das für falsch. Bereits jetzt werden durch die aktuelle Drogenpolitik der Bundesrepublik Konsumierende kriminalisiert und einem repressiven Druck ausgesetzt.

Wir fordern:
Lizensierte Abgabemodelle
Beratungspflicht seitens lizensierter Ausgabestellen
Nutzbarmachung vieler bisher ausgeschlossener Substanzen für medizinische und therapeutische Zwecke
Medizinische Abklärung vor Konsum durch medizinisches Fachpersonal
Gute Ausfinanzierung von Präventionsarbeit
Landesweit Drogenkonsumräume ermöglichen
Drugchecking an Konsumorten oder in Apotheken
Langfristig die Legalisierung aller Drogen

Alles in allem wollen wir weg von der aktuell repressiven Drogenpolitik, hin zu einer präventiven Politik, bei der die Gesundheit der Konsumierenden im Vordergrund steht und sie in die Lage versetzt selbstbestimmt und aufgeklärt ihr Recht auf Rausch wahrnehmen zu können.

Mehr dazu:
Aus unseren Schwerpunkten zur Bundestagswahl:
http://gleft.de/1LT
Aus unserem Landesjugendwahlprogramm für die Sächsische Landtagswahl 2014:
http://gleft.de/4o

#BTW17

Der Wiederaufbau der Frauenkirche bedeutet vergessen

Die wiederaufgebaute Frauenkirche gilt fast in der ganzen Welt als „Symbol für Frieden und Versöhnung“. In der Nacht vom 13. auf dem 14.2. wurde sie während der Bombardierung stark beschädigt und fiel dann am 15.2. in sich zusammen. Mit Spenden aus aller Welt wurde sie wieder aufgebaut. Nich wenige Dresdner_innen wollten sie als Mahnmal für Krieg und Zerstörung stehen lassen, manch aber auch als „stillen Trauerort“.

Der Wiederaufbau der Frauenkirche bedeutet vor allem eins: vergessen. Vergessen werden soll der Angriff, vergessen werden sollen die Gräueltaten der Nazis, vergessen werden soll die Schuld, die auf der Stadt liegt.

Dresden, die Stadt, in der man einfach wieder alles so aufbaut, als wäre hier nie etwas gewesen. Unserer Meinung nach wäre die Ruine (vielleicht mit ein paar Schafen), ein wesentlich besseres Mahnmal gewesen.

„Hätte, hätte, Menschenkette“…

 

…wäre für den heutigen Tag auch ein guter Slogan gewesen. Die Kette wurde damals von Helma Orosz initiiert „als Zeichen gegen Rechts“. Gerne wurde dies von den Meiden als „Schutzwall um die Dresdner Innenstadt“ initiiert. Das ist auf so vielen Ebenen falsch, dass wir hier nur mit ein paar Dinge klarstellen wollen:
-Menschenketten haben noch keinen Naziaufmarsch blockiert! Das haben die Menschen gemacht, die dafür kriminalisiert wurden, während sich der Rest für 10 min Händchen halten feiern ließ.
-Vielleicht schon zu Beginn, aber spätestens seit am 13.2. keine Naziaufmarsch in der Innenstadt stattfindet, ist die Kette nichts weiter als Teil eines kollektiven Gedenkzirkus, der der Stadt gut steht.
-In den letzten Jahren haben immer wieder Nazis und Besorgte dazu aufgerufen sich die Kette zu stellen oder als Ordner_in daran teilzunehmen. Dies wurde unkommentiert gelassen bzw. „verboten“ sich darüber öffentlich zu äußern. Man will ja den schönen Schein wahren.
Dresden, gestern bringt dich ein Transpi in Rage, heute trauert ihr kollektiv einer schuldigen Stadt. Aber wenn ein Holocaustleugner und Maik Müller in Dresden an einem Tag 2 Veranstaltungen mit widerliche Propaganda durchführen, da schweigst du.
Alles wie immer. so dresden. #13Feb #DD1302