Gedenken an Jorge Gomondai

Heute vor 25 Jahren verstarb Jorge João Gomondai, an den Folgen eines brutalen rassistischen Angriffs durch Neonazis, in der Nacht zum Ostersonntag 1991. Er wurde das erste Todesopfer eines fremdenfeindlichen Überfalls in Dresden nach der Wiedervereinigung. Aus diesem Grund werden wir uns heute am Gedenken an ihn und der Kundgebung gegen Rassismus- Xenophobie- für Menschenwürde auf dem Jorge Gomondai Platz beteiligen.

Ein lesenswerter Text zu der schrecklichen Tat aber auch zum Versagen der Polizei, hat Sören Kohlhuber geschrieben, welchen wir hier teilen wollen.

 

Nachtrag:

Jorge

Gerade eben endete die Gedenkveranstaltung für Jorge Gomondai. Viele Menschen trauerten um ihn. Er war das erste Todesopfer rechter Gewalt seit der Wende. Jorge Gomondai starb heute vor 25 Jahren, auch heute noch erleben wir tagtäglich Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte.

Fight for your right to Party!

Nachttanzdemo

Gestern feierten, tanzten und demonstrierten wir gemeinsam mit gut 80 Menschen bei lauter Musik über die Straßen der Dresdner Neustadt gegen das völlig überholte Tanz- und Vergnügungsverbot. Für gute Musik und Stimmung sorgte unser Haus-DJ Tschüss EY.
Unterwegs konnten wir die vielen aufgeschlossen und interessierten Menschen mit unseren Flyern über unser Anliegen der Demonstration informieren.

 

Resonanz in der DNN

 Text aus dem gemeinsamen Aufruf mit Jusos DresdenGrüne Jugend Dresden und Jungliberale Aktion Dresden:

Fight for your right to party! Nachttanzdemonstration gegen das Vergnügungsverbot!

Am Freitag, den 25.03 (Karfreitag), ist es wieder soweit: keine Musik in allen Clubs, Bars und Diskotheken. So regelt es das Gesetz über Sonn- und Feiertage im Freistaat Sachsen. Weiterhin verboten sind andere öffentliche Vergnügungen, die dem ernsten Charakter dieses Tages zuwiderlaufen und öffentliche Sportveranstaltungen. Bei Nichteinhaltung drohen drastische Strafen von bis zu 50.000€.
Wir halten dieses Tanzverbot für völlig aus der Zeit gefallen und in einem säkularen Staat unangemessen. Wir respektieren jeden Menschen mit seiner Religion, die damit einhergehenden religiösen Pflichten dürfen jedoch nicht die Freiheit konfessionsloser und andersgläubiger Menschen einschränken.

Wir fordern euch daher auf, dieses überholte Verbot mit uns gemeinsam wegzutanzen!

Solidarität mit Jule Nagel!

Wir haben heute den Solidaritätsaufruf von Leipzig nimmt Platz für die Landtagsabgeordnete Jule Nagel unterschrieben.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt gegen sie, weil sie im Rahmen einer Pressekonferenz im Januar 2015 mit vier anderen Vertreter_innen des Aktionsnetzwerkes zum zivilgesellschaftlichen Protest gegen LEGIDA aufgerufen hat. Drei der Ermittlungsverfahren wurden sofort, das Verfahren gegen die grüne Bundestagsabgeordnete Monika Lazar kürzlich nach § 153 StPO eingestellt. Einzig gegen Jule wird eifrig weiterermittelt!

Wir stellen uns hinter Jule Nagel und fordern das sofortige Ende der Kriminalisierung von linken Aktivist_innen!

Wenn ihr auch den Soli-Aufruf unterstützen wollt, dann könnt ihr ihn hier unterschreiben.

Welcome – Asylpaket II verhindern – Dresden

AntiAsylPaketII

Gemeinsam mit dem linken Jugendforum veranstalteten wir eine Kundgebung gegen die Verschärfungen durch das Asylpaket II. Mit Redebeiträgen und Flyern konnten wir viele Dresdner_innen erreichen und über die erneute Verschärfung, mit den Stimmen von CDU und SPD im Bundestag, aufklären.
Trotz des Störversuchs durch Nazi aus dem Umfeld der „Freien Aktivisten“, konnten wir unsere Kundgebung, inklusive Abreisedemo, erfolgreich durchführen.

Die Plattform Alternative Dresden News berichtet darüber.

 

Aus dem Aufruftext:

Mit dem sogenannten „Asylpaket II“ plant die Bundesregierung die nächste massive Verschärfung des Asylrechts. Für zahlreiche Flüchtlinge werden Schnellverfahren geplant, die innerhalb einer Woche über deren Zukunft entscheiden sollen. Dies schafft die Chance auf ein faires Asylverfahren ab. Durch die vorgesehene Errichtung von speziellen Aufnahmezentren kommt es zu einer Abschottung dieses Personenkreises und schließt sie von jeglichen Integrationsmöglichkeiten aus. Genauso sieht das Paket Einschränkungen des Damiliennachtugs vor. Wir fürchten, dass dies in der Konsequenz dazu führen wird, dass noch mehr Angehörige, auch kleine Kinder, die lebensgefährlichen Fluchtwege auf sich nehmen müssen, um aus ihren Krisengebieten zu entkommen.

Wir halten die geplanten Gesetze für den falschen Weg!
Seid deshalb am 25.02. dabei und setzt gemeinsam mit vielen anderen ein starkes Zeichen gegen diese unmenschliche Verschärfung des Asylrechts. Ab 17 Uhr werden vor der Altmarktgalerie, nahe der Haltestelle Prager Straße, verschiedene Dresdner Organisationen für ein klares NEIN! zum Asylpaket II demonstrieren.

Gedenken an Geschwister Scholl und Christopher Probst

Scholl

„So ein herrlicher Tag, und ich soll gehen. Aber was liegt an unserem Leben, wenn wir es damit schaffen, Tausende von Menschen aufzurütteln und wachzurütteln.“

Dieses Zitat stammt von Sophie Scholl, welche am 22.02.1943 gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl und Christophern Probst durch das Fallbeil getötet wurde.
Sophie und Hans Scholl, sowie Christopher Probst waren Mitglieder der Weißen Rose. Eine Widerstandsgruppe gegen die Diktatur des Nationalsozialismus, welche mit Flugblättern zum Widerstand gegen Hitler aufrief.

#Gorbitz: Protest gegen NPD

Auch wir waren gestern in Gorbitz um Protest gegen die rassistischen Parolen der NPD zu äußern.
An dieser Stelle möchten wir kritisch anmerken, dass uns im Gegensatz zur SPD ein Informationsstand auf dem Parkplatz des Sachsenforums untersagt wurde. Wir finden es sehr schade, dass die Verantwortlichen des Einkaufszentrums damit die Chance vertan haben ein klares Zeichen für einen breit aufgestellten Protest gegen Nazis zu setzen.

Bericht der DNN.

71. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

  • Pflege des Mahnmals am Bahnhof Neustadt

    zum 71. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

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Heute, zum 71. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz und seinen Nebenlagern durch die rote Arme, gedachten wir gemeinsam mit DIE LINKE. Dresden und Nora Goldenbogen, Vorsitzende der Jüdische Gemeinde zu Dresden, und über 25 weitere Menschen, den Opfern des Nationalsozialismus. Berührende Redebeiträge haben an das Leid der vielen Menschen erinnert, die furchtbare Qualen erlitten und ihr Leben ließen, weil sie nicht in das Weltbild der Nationalsozialisten passten. Gemeinsam putzten wir im Anschluss das Mahnmal und legten Blumen nieder. Das Mahnmal erinnert an die über 700 Jüdinnen und Juden, welche vom Güterbahnhof Neustadt aus in die Gettos nach Riga und Theresienstadt, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie in weitere Konzentrationslager deportiert wurden.

  • Gedenken im Justizkomplex am Münchner

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Im 1907 eröffneten Justizkomplex am Münchner Platz, welcher als Gerichtsort, Haftanstalt und Hinrichtungsstätte diente, wurden während der NS-Zeit über 1300 Menschen hingerichtet. Zu den hier Verurteilten und ermordeten gehörten nicht nur über 800 Menschen aus den besetzten tschechischen und mehr als 100 aus den besetzten polnischen Gebieten, sondern auch Menschen, die sich hier dem Nationalsozialismus aktiv und organisiert widersetzten. Auch an diesem Ort gedachten wir, gemeinsam mit Mitgliedern aus der Fraktion DIE LINKE im Dresdner Stadtrat und der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag und legten weiße Rosen nieder.

MünchnerPlatz

Gedenken zum 71. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

Putzen

Zum 71. Mal jährt sich am 27. Januar die Befreiung von Auschwitz und seinen Nebenlagern durch die Rote Armee. Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wollen wir uns ab 15:45 Uhr am Mahnmal für die deportierten Jüd_innen, am rechten Eingang des Bahnhofs Dresden-Neustadt, treffen. Hier werden wir gemeinsam mit der AG Antifa DIE LINKE. Dresden und Nora Goldenbogen, Vorsitzende Jüdische Gemeinde zu Dresden, Redebeiträge verlesen, das Mahnmal reinigen und Blumen in Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus niederlegen.
Wir freuen uns, euch zahlreich am Mittwoch zu sehen!

bezahlte Bürgerwehr? Nein Danke!

Um die angeblich immer schlechter werdende Sicherheitslage in der Äußeren Neustadt zu bewältigen, beauftragen verschiedene Neustädter Club-, Spätshop-, und Restaurantbetreiber seit Neuestem eine private Securitystreife. Das Stefan Schulz, Initiator dieser „Quasi-Bürgerwehr“, in diesem Zusammenhang durch Aussagen wie es gäbe eine „Zunahme der Straftaten und vermehrt Probleme mit Menschen aus Nordafrika“ rassistische Ressentiments benutzt, um dies zu legitimieren finden wir absolut inakzeptabel.
Nein, lieber Herr Schulz, so etwas schafft kein „sicheres Gefühl“. Bürgerwehren sind kacke, egal ob bezahlt oder nicht!

„Straftaten haben zugenommen“ – Neustädter Clubbetreiber finanzieren private Security – DNN